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Kirche

Besinnung und Gebet - Innere Ruhe und Einkehr - Spiritualität und Glaube im Leben und Beruf. Lesen Sie hier Berichte und Nachrichten rund um den Themenkreis Handwerk und Kirche.

Bischof Ackermann: „Scham und Trauer, dieses Leid zu sehen“

Bischof Ackermann auf der Synode der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche in Lemberg Bei der Eröffnung der Bischofssynode der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche in Lemberg hat Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier) als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz heute (8. September 2014) ein Grußwort gesprochen. Auf die aktuelle politische Situation und den militärischen Konflikt in der Ukraine eingehend erklärte er: „Es erfüllt mich und die katholische Kirche in Deutschland mit Scham und Trauer, dieses Leid zu sehen und doch an Ursachen nichts ändern zu können.“ Die katholischen Bischöfe in Deutschland hätten die Annexion der Krim bereits als völkerrechtswidrig verurteilt, nun gelte es, an die Politiker zu appellieren, „die Garantiestaaten des Abkommens von 1994 an ihre Verantwortung zu erinnern“. Im „Budapester Memorandum“ hatten die USA, Großbritannien und Russland eine Garantie für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine ausgesprochen. Bischof Ackermann würdigte den Einsatz der Kirche in den Kämpfen für eine freie und gerechte Ukraine: „Nach der Staatsgründung von 1991 und der sogenannten ‚Orangenen Revolution‘ im Jahre 2004 haben die Ukrainer mit der ‚Revolution der Würde‘ im Winter 2013/2014 zum dritten Male ihr Verlangen nach Freiheit, Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit zum Ausdruck gebracht.“ Während dieser Revolution, so der Bischof, habe sich vor allem die Griechisch-Katholische Kirche in der Ukraine und weit über deren Landesgrenzen hinaus Respekt und Anerkennung verdient. Die geistliche und seelsorgliche Begleitung der Demonstranten auf dem Maidan werde als großes Verdienst in Erinnerung bleiben. Er versicherte den anwesenden ukrainischen Bischöfen, dass die katholische Kirche in Deutschland sie auch weiterhin nach Kräften unterstützen werde. Die Rolle der Griechisch-Katholischen Kirche, so Bischof Ackermann, als „wichtiger Akteur beim Aufbau der Zivilgesellschaft“ in der Ukraine sei nicht hoch genug einzuschätzen. Hierfür sei es besonders wichtig, der Kirche in der Verfassung „endlich einen klar definierten und gesicherten rechtlichen Status zu geben“. Auch für Initiativen zur Bewältigung seelischer Traumata und der Seelsorge der vom Krieg geschundenen Menschen bot der Bischof ausdrücklich Hilfe an. Abschließend sicherte er dem Oberhaupt der Griechisch-Katholischen Kirche in der Ukraine, Großerzbischof Dr. Swjatoslaw Schewtschuk, die Gebete aller deutschen Bischöfe um Frieden und Aussöhnung in seinem Land zu. Seit 1991 ist das Bistum Trier, dem Bischof Ackermann vorsteht, mit der Griechisch-Katholischen Kirche in der Ukraine verbunden und unterstützt den Aufbau der Caritas und des dortigen Malteserhilfsdienstes. Erst im vergangenen Mai hat eine Delegation aus dem Bistum Trier die Partner in der Erzdiözese Ivano-Frankivsk und Kiew besucht. Bischof Ackermann hob hervor, dass diesem Teil der kirchlichen Arbeit angesichts der heutigen, von inneren wie äußeren Konflikten geprägten Lage besonderes Augenmerk geschenkt werden müsse.Das Grußwort von Bischof Dr. Stephan Ackermann finden Sie hier 08.09.2014: Grußwort von Bischof Dr. Stephan Ackermann in Lemberg PDF 29,45 KB www.dbk.de.

Christsein ist „eine Lebensweise.

Papstmesse: „Der Himmel, der schon hier anfängt“ Christsein ist „eine Lebensweise“: „Nicht nur eine Liste von Gewohnheiten, sondern mehr, eine wirkliche Identität.“ Das sagte Papst Franziskus an diesem Freitag bei seiner Frühmesse im Vatikan. Gott habe uns den Himmel „zum Pfand“ der Ewigkeit gegeben und sein Versprechen auch „besiegelt“, und zwar mit dem Heiligen Geist.„Und dieses Siegel, diese Kraft des Heiligen Geistes, die wir alle in der Taufe empfangen haben, ist unsere Identität. Er hat unsere Herzen gesiegelt, mehr noch: er geht mit uns. Dieser versprochene Geist gibt uns unsere Identität... mit ihm fängt für uns der Himmel an! Diesen Himmel leben wir, diese Ewigkeit, denn wir wurden mit dem Heiligen Geist besiegelt, dem Anfang des Himmels... Mit diesem Siegel halten wir den Himmel schon in der Hand.“Doch das alles hindert uns natürlich nicht daran, auszugleiten, wenn die Versuchungen kommen. Viele Christen ließen ihre Identität „glanzlos werden“:„Das ist der laue Christ. Ja doch, er ist Christ, er geht am Sonntag zur Messe – nur, in seinem Leben sieht man nichts von seiner Identität. Er lebt wie ein Heide... Und die andere Sünde ist die, auf die Jesus zielt, wenn er seinen Jüngern sagt: ‚Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, nämlich der Scheinheiligkeit.’ So tun als ob: Ich tue so, als ob ich Christ wäre, aber ich bin es gar nicht. Ich sage: ‚Ja, ja, ich bin Christ!’, aber ich tue Dinge, die nicht christlich sind.“ Ein als solches auch gelebtes christliches Leben aber, so Papst Franziskus, bringe so viel Reichtum mit sich: Liebe, Freude, Frieden, Großzügigkeit.„Und das ist unser Weg zum Himmel! Unser Weg, bei dem der Himmel schon hier anfängt. Weil wir diese christliche Identität haben und vom Heiligen Geist besiegelt sind. Bitten wir den Herrn um die Gnade, auf dieses Siegel zu achten, auf unsere christliche Identität, die nicht nur ein Versprechen ist, nein – wir halten (die Ewigkeit) schon als Pfand in Händen!“.Papst zum Welternährungstag: Globale Solidarität für nachhaltiges Wirtschaften Papst Franziskus hat ländliche Familien als Modell einer nachhaltigen Landwirtschaft gewürdigt. In einer Botschaft an den Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober ruft Franziskus dazu auf, Kleinbauernfamilien weltweit zu schützen, ihre Potenziale weiter zu entwickeln und ihre Arbeitsweisen zu fördern. Die ländliche Familie sei ein Vorbild der Schöpfungsverantwortung und der gemeinschaftlichen Arbeit, betont der Papst in dem Schreiben an José Graziano da Silva, das der Vatikan an diesem Freitag veröffentlichte. Solche Formen des nachhaltigen Wirtschaftens müssten auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene stärker gewürdigt werden.Dramatischer Paradox unserer Zeit: Verschwendung

Beten bedeutet, bei Gott anklopfen, um ihn um etwas zu bitten.

Papstpredigt: „Den Spray-Gott gibt es nicht“ Das Größte und Wichtigste, was Gott uns schenken kann, ist der Heilige Geist. Das sagte an diesem Donnerstag der Papst in der Frühmesse. In seiner Predigt in der Casa Santa Marta ging der Papst vom Tagesevangelium nach Lukas aus. Darin geht es um einen Mann, der von einem Freund etwas erbittet und dies auch erhält. Gott sei wie dieser Freund, so der Papst.„Das lässt mich überleiten auf die Barmherzigkeit Gottes, die nicht nur bei der Vergebung ersichtlich ist – das wissen wir ja alle –, sondern auch bei der Großzügigkeit erkennbar ist. Denn er gibt uns immer mehr und mehr… Beim Tagesgebet haben wir Gott darum gebeten, noch das hinzuzufügen, was wir im Gebet nicht zu erbitten wagen. Wir bitten in einem Gebet um das eine oder andere, doch er gibt uns mehr! Immer und immer mehr.“Drei Stichwörter prägten das Tagesevangelium: Freund, Vater und Geschenk, so der Papst weiter. Es sei nicht nur erlaubt, Gott um etwas zu bitten: Die Jünger würden vielmehr von Jesus dazu eindringlich aufgefordert. Beten bedeute somit, bei Gott anklopfen, um ihn um etwas zu bitten.„Gott schenkt dir niemals ein Geschenk einfach so, ohne es gut einzupacken. Er schenkt mehr! Dieses Mehr ist der Heilige Geist, denn das ist, was wir nicht wagen, in unseren Gebeten zu erbitten. Ich bete um diese oder jene Gnade, bete vielleicht auch viel, aber schlussendlich erhoffe ich nur eines: das Geschenk des Heiligen Geistes.“Ein Gebet ist nicht unbedingt eine Einzelinitiative, so Franziskus. Dies könne man mit Freunden und „Weggefährten“ machen. Auch wenn man alleine sei, bete man mit dem Vater und mit Jesus, der unser Freund sei.„Er begleitet uns und lehrt uns beten. So soll unser Gebet sein: in der Dreifaltigkeit. Oft hört man die Frage, ob man glaubt. Ja, ja… und an was glauben Sie? An Gott! Aber was ist Gott für Sie? Gott ist Gott! Aber Gott gibt es doch gar nicht! Seid jetzt nicht geschockt! Gott gibt es nicht, weil es den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist gibt. Das sind Personen und keine abstrakten Ideen. Diesen Spray-Gott gibt es nicht. Es gibt nur Personen. Jesus ist der Weggefährte, der uns das gibt, was wir wünschen. Der Vater sorgt für uns und liebt uns, und der Heilige Geist ist das Geschenk, das wir vom Vater bekommen und das unser Bewusstsein nicht zu erhoffen wagt.“(rv 09.10.2014 mg) http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/09/papstpredigt:_%E2%80%9Eden_spray-gott_gibt_es_nicht%E2%80%9C/ted-829993

Beichte - Öffentliche Geständnisse: Massenabsolution oder Pranger?

foto:Kolleg St. Blasien e. V.

BILD-Chef Diekmann und Jesuit Mertes auf www.2017gemeinsam.de Hannover. „Eine Massen-Absolution gibt es nur über die Medien“, sagt Kai Diekmann, Chefredakteur der BILD, im Rahmen des ökumenischen Internetprojekts „2017 gemeinsam unterwegs“. Immer weniger Menschen gingen zur Beichte in die Kirche und Prominente würden ihre Fehltritte in den Medien vor einem „Millionenpublikum“ preisgeben, „weil unsere Gesellschaft den transparenten Umgang mit Fehlern honoriert.“ Als Beispiel führt der BILD-Chefredakteur die ehemalige Ratsvorsitzende der EKD an: „Selbst im Scheitern war Margot Käßmann für viele noch ein Vorbild.” Gegen öffentliche Beichten spricht sich der Jesuitenpater Klaus Mertes (i.Bild )  aus. „Der Pranger funktioniert nämlich wie das vorgezogene und damit auch angemaßte ‚Jüngste Gericht’”, das Beichtgeheimnis dagegen schütze die Menschen. Geständnisse müssten „nicht notwendig vor laufenden Kameras erfolgen – im Übrigen auch oft im Interesse der Opfer nicht”. Gleichzeitig unterstreicht Mertes, der 2010 als einer der ersten an der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der Kirche mitwirkte, dass die öffentliche Verantwortung von Institutionen im Blick behalten werden müsse. „Die Alternative dazu wäre sonst das Totschweigen der Opfer und somit die Fortsetzung der Sünde.” Beide Statements können unter www.2017gemeinsam.de nachgelesen und diskutiert werden. Hier äußern sich wöchentlich jeweils zwei Personen des öffentlichen Lebens zu wechselnden Fragestellungen. Das interaktive Internetprojekt „2017 gemeinsam unterwegs“ basiert auf dem ökumenischen Dialog-Dokument „Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch/katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017“. Das Projekt wird vom Deutschen Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes und vom Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn getragen. Hinweis: Das Internetprojekt ist unter der Adresse www.2017gemeinsam.de zu erreichen. Weitere Informationen unter www.dnk-lwb.de und www.moehlerinstitut.de.

Arbeitshilfe „Katholische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten 2013/14“

Die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht heute (28. Juli 2014) ihre Broschüre „Katholische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten 2013/14“ und setzt damit die Veröffentlichungsreihe der vergangenen drei Jahre fort. Die Vielfalt der Kirche wird auf 48 Seiten deutlich – in statistischen Zahlen und erläuternden Texten, aber auch in Zitaten von Katholiken, die ihr ein Gesicht geben. „Die Kirche ist gefragt: als Arbeitgeber, in Kindergärten und Schulen und besonders in der Caritas“, schreibt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, in seinem Vorwort. „Die Zahlen und Schaubilder, Grafiken und Tabellen verdeutlichen: Es gibt Menschen, Gemeinden, Verbände, die aus dem Glauben heraus Kirche und Gesellschaft mitgestalten wollen.“ Die Arbeitshilfe lädt dazu ein, sich über verschiedene Bereiche der katholischen Kirche zu informieren. Themen wie zum Beispiel „Jugend“, „Kunst, Kultur und Medien“, „sexualisierte Gewalt und Prävention“ sowie „Frauen und Kirche“ werden aufgegriffen und anschaulich erläutert. Neben bekannten Seelsorgediensten wie der Notfallseelsorge, die bei Unfällen und Katastrophen zum Einsatz kommt, oder im Krankenhaus und am Telefon, gibt es Seelsorge für Menschen mit Behinderungen sowie für Circusleute und Schausteller. In den Einnahmen der katholischen Hilfswerke wie unter anderem Misereor und Caritas international spiegelt sich die Spendenbereitschaft der Deutschen wieder, die international anerkannt und gewürdigt wird. Die Zahlen über das, was Kirche leiste und anbiete, dürfen jedoch nie vom inneren Wesen ihres Auftrags fernhalten, so Kardinal Marx. „Wenn uns etwas in heilige Sorge versetzen und unser Gewissen beunruhigen soll, dann ist es die Tatsache, dass so viele unserer Brüder und Schwestern ohne die Kraft, das Licht und den Trost der Freundschaft mit Jesus Christus leben, ohne eine Glaubensgemeinschaft, die sie aufnimmt, ohne einen Horizont von Sinn und Leben“, zitiert Kardinal Marx aus dem Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“ von Papst Franziskus und ergänzt: „Darum geht es! Dafür stehen wir gemeinsam!“ Die klimaneutral hergestellte Broschüre enthält auch die „Eckdaten des Kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands 2013“, die bereits am 18. Juli 2014 veröffentlicht wurden.Die Broschüre kann bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden.http://www.dbk-shop.de/index.php?page=product

 
 

 

 

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