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18 Zukunftsstarter bereiten sich auf eine Ausbildung im Handwerk vor.   Im Rahmen der Initiative Zukunftsstarter unterstützt die Agentur für Arbeit Heidelberg lebenserfahrene Menschen ohne Ausbildung dabei einen Berufsabschluss zu erwerben. Der Fachkräftemangel steigt auch im Handwerk.

Um diesem Fachkräftemangel entgegen zu treten und um Arbeitslosen eine dauerhafte berufliche Perspektive zu ermöglichen hat die Agentur für Arbeit Heidelberg mit der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, der Kreishandwerkerschaft Rhein-Neckar, der Metallinnung Heidelberg und der Innung für Sanitär und Heizung Heidelberg ein Bildungsprojekt ins Leben gerufen.

In der Bildungsakademie des Handwerks in Mannheim werden die Teilnehmer sechs Monate lang auf eine betriebliche Umschulung zum Metallbauer oder Anlagenmechaniker Sanitär-,Heizung-, Klimatechnik vorbereitet. „Da bei Umschulungen die Ausbildungszeit um ein Drittel verkürzt wird wollen wir mit dieser Maßnahme die Hemmschwelle der Teilnehmer vor einer Umschulung abbauen. Dazu werden ihre schulischen Kenntnisse für die Berufsschule aufgefrischt und sie sollen Erfahrungen mit Materialien und Werkzeugen sammeln.“ fasst Jochen Weber, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Heidelberg, den Zweck der Maßnahme zusammen.

Wichtiger Bestandteil der Maßnahme ist ein betriebliches Praktikum. Die Teilnehmer suchen sich mit Unterstützung der Handwerkskammer, der Kreishandwerkerschaft und den Innungen Praktikumsbetriebe. Hier sollen sie das bis jetzt in der Bildungsakademie erlernte im Arbeitsalltag anwenden.

Durch die Vorbereitung in der Bildungsakademie können die Teilnehmer in den Betrieben auch schon richtig mit anpacken. Ziel des Praktikums ist es, dass sich Betrieb und Teilnehmer kennen lernen und so gemeinsam entscheiden können, ob sie den Weg der Ausbildung gemeinsam gehen möchten.

„Die Teilnehmer sollen das Praktikum nutzen um im Betrieb Werbung für sich zu machen. Für eine Umschulung über zwei Jahre muss es einfach zwischen Teilnehmer und Betrieb passen,“ gibt Gabriele Schmitt-Raque, zuständig für Umschulungen in der Bildungsakademie, aus ihrem Erfahrungsschatz preis.


Die Teilnehmer sind von der Maßnahme überzeugt. Ein Teilnehmer berichtet, dass er jahrelang als Reinigungskraft gearbeitet hat und zwischendurch immer wieder arbeitslos wurde. Er freut sich sehr, dass ihm diese Möglichkeit für eine solide berufliche Perspektive geboten wird und meint: „Der Weg ist richtig. Ich will etwas lernen und nicht immer wieder arbeitslos werden. Ich habe richtig Spaß dabei, jeden Tag etwas dazuzulernen.“

Zum Ausbildungsbeginn im September sollen alle Teilnehmer mit Hilfe der Maßnahme einen Ausbildungsbetrieb gefunden haben und auf die dann beginnende Berufsschule vorbereitet sein. Rainer Kettner von der Handwerkskammer und Karin Bernhard von der Kreishandwerkerschaft sind überzeugt, dass dies gelingt. Die Maßnahme soll einen kleinen Beitrag dazu leisten den Fachkräftemangel im Bereich Metallbau und SHK zu verringern. Betriebe, die sich für lebenserfahrene Umschüler interessieren können sich jederzeit bei der Kammer oder der Kreishandwerkerschaft melden. Beide sind überzeugt, dass Arbeitslosen eine nachhaltige berufliche Perspektive zu bieten und Handwerksbetriebe mit Fachkräften zu versorgen ein Gewinn für alle Beteiligten ist.

 

Bildunterschrift:

v.l.n.r.: Axel Eller (BIA), Karin Bernhard (Kreishandwerkerschaft), Teilnehmer

Mitte: Jochen Weber (Geschäftsführer operativ Agentur für Arbeit Heidelberg)

Rechts: Rainer Kettner (HWK)

 

 

 

Handwerkskammer Mannheim

Rhein-Neckar-Odenwald

B1, 1-2

68159 Mannheim

 
 

 

 

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