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Präsident Dittrich: Die Einflussnahme des Bundesumweltministeriums erschüttert die Glaubwürdigkeit massiv. - Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus wird die Vorsitzende der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (kurz Kohlekommission genannt) Barbara Praetorius vom Bundesumweltministerium bezahlt. Damit wäre Frau Praetorius klar bessergestellt als ihre drei Co-Vorsitzendenden sowie alle anderen Mitglieder der Kohlekommission, die ausnahmslos unentgeltlich in dem Gremium tätig sind, das maßgeblich für die Zukunft der Lausitz ist. Dazu Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: "Sollte sich die Einflussnahme des Bundesumweltministeriums bestätigen, fordern wir Frau Praetorius auf, ihr Amt als Vorsitzende der Kohlekommission niederzulegen.

Ein Ausstieg aus der Kohleverstromung, der in der Lausitz mit dem Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen einhergeht, kann nur unter der Erwägung und Einbeziehung aller Interessen gelingen. Die einseitige Einflussnahme des Bundesumweltministeriums auf ein Kommissionsmitglied zerstört jedoch das Vertrauen in die Ergebnisse des Gremiums."

Hintergrund: In der sächsischen und brandenburgischen Lausitz gibt es etwa 18.000 Handwerksbetriebe mit knapp 84.000 Beschäftigten und 4.000 Auszubildenden. Sie alle sind mittelbar vom Kohleausstieg betroffen. Es geht um eine jährliche Wertschöpfung von 1,4 Milliarden Euro, die ersetzt werden muss. Laut einer aktuellen Umfrage der Handwerkskammern Cottbus und Dresden zum "Strukturwandel in der Lausitz" blicken mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen sorgenvoll in die Zukunft. Sie befürchten im Zuge des Braunkohleausstiegs den Verlust von Kaufkraft, die Abwanderung und Ab-werbung von Fachkräften aus der Region und eine steigende Steuer- und Abgabenlast.

 

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