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Der Umsatz der heimischen Industrieunternehmen ist zuletzt moderat angestiegen. Die Industrieunternehmen in Siegen-Wittgenstein und Olpe erzielten in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres einen Umsatz von 6,1 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies eine Steigerung von 5 Prozent. Der Zuwachs fällt damit geringer aus als noch im April 2018 (plus 6,7 Prozent). Am Jahresanfang lagen die Zuwächse sogar noch im zweistelligen Bereich. „Das Ergebnis ist immer noch ordentlich. Indessen gibt uns zu denken, dass sich der Export mit einem Plus von 3,8 Prozent momentan verhaltener entwickelt als das Inlandsgeschäft mit einem Zuwachs von 5,9 Prozent.

Alles in allem sehen wir die heimische Industrie nach wie vor sehr gut aufgestellt“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener die aktuellen Zahlen der Industrieunternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten. Man erlebe zwar eine leicht nachlassende Dynamik und könne nur darüber spekulieren, ob sich in den Zahlen bereits die sich abzeichnenden Verwerfungen im internationalen Handelsgeschehen spiegelten, so Klaus Gräbener weiter: „Klar ist jedoch: Die Unsicherheit in der heimischen Wirtschaft wächst angesichts der immer sprunghafteren Außenwirtschaftspolitik der USA zunehmend. Immer mehr Unternehmen befürchten, dass sich in den Vereinigten Staaten die Abschottung zum beherrschenden Maßstab des politischen Handelns entwickelt. Das wiederum nutzt keinem, schadet jedoch fast allen.“
Die Umsatzbilanz im Kreis Olpe sei mit knapp 13 Prozent zwar deutlich besser als im Kreis Siegen-Wittgenstein. Allerdings hätten die Geschäfte im Südsauerland auf dem hohen Niveau auch deutlicher nachgelassen als im Nachbarkreis: Im vergangenen Februar lag das Plus dort noch bei 26 Prozent. Im Kreis Siegen-Wittgenstein realisierten die heimischen Industrieunternehmen bis zum vergangenen Mai 3,6 Milliarden Euro, in etwa so viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres (plus 0,1 Prozent). Der Jahresauftakt fiel dort mit plus 11,1 Prozent auch schon vorher deutlich verhaltener aus.
Bei den im Kreis Siegen-Wittgenstein dominierenden Industriezweigen schwächeln im Gegensatz zum Vorjahr die Exporte, ergänzt IHK-Konjunkturexperte Stephan Jäger: „In der Metallerzeugung und -bearbeitung etwa – hierunter fallen zum Beispiel die Gießereien und Rohrhersteller – ging der Auslandsumsatz bis Mai 2018 um 7,3 Prozent zurück. Bei den Anlagen- und Maschinenbauern stagnierte er mit 618 Millionen Euro mehr oder weniger (plus 0,2 Prozent). Allein durch das gute Inlandsgeschäft mit einem Volumen von 550 Millionen Euro (plus 17,6 Prozent) konnte diese wichtige Branche ein Gesamtplus von 7,7 Prozent erzielen.“
Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen – vor allem handelt es sich dabei um die im Kreis Olpe dominierenden Autozulieferer – stieg der Export dagegen um 17 Prozent. Der Inlandsumsatz der Gruppe legte um 1,7 Prozent zu, sodass der Gesamtumsatz um 7 Prozent stieg. Die Umsatzentwicklung in der Region fällt mit einem Zuwachs von 5 Prozent auch weiterhin spürbar besser aus als in ganz Nordrhein-Westfalen (plus 3,5 Prozent). Auch landesweit hat das Plus beim Industrieumsatz seit Jahresbeginn deutlich nachgelassen. Im Januar lag der Zuwachs dort mit 7,7 Prozent noch mehr als doppelt so hoch wie zurzeit.

 

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