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9. Juli 2021 –Harburger Handwerksbetriebe und deren Kundschaft leiden erheblich unter den zahlreichen Baustellen im Bezirk. In einem offenen Brief kritisiert das Handwerk die unzureichende Kommunikation und Koordination der Baustellentätigkeiten im Hamburger Süden und fordert die Politik auf, das Chaos zügig zu beseitigen. Die zahlreichen Baustellen haben eklatante Folgen für das Harburger Handwerk sowie für deren Kolleginnen und Kollegen mit Arbeitseinsätzen im Bezirk Harburg: Aufträge geraten in zeitlichen Verzug; die Zulieferung von Material verzögert sich; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen verspätet zur Arbeit.Dass Baumaßnahmen nötig sind und viele Handwerksgewerke als Auftragnehmer von einer regen Bautätigkeit profitieren, steht außer Frage. Aber: „Was wir scharf kritisieren, ist die Nicht-Kommunikation bzw. Nicht-Koordination der Baustellentätigkeit“ – so hat es das Harburger Bezirkshandwerk heute in einem Brandbrief an die Bezirkspolitik formuliert. Dieses Problem hätte eigentlich durch die Schaffung bezirklicher Baustellenkoordinatoren gelöst werden sollen, heißt es weiter. Davon aber sei in der aktuellen Situation(*) nichts zu spüren.

Die Handwerkskammer Hamburg weist regelmäßig auf Problematiken wie diese hin und forderte etwa in Ihrem Positionspapier „Mobilität“ bereits im September 2020:

Verkehrsfluss im Stadtverkehr sicherstellen:

Informationen über anstehende Baustellen-Eröffnungen sollten zwischen den städtischen Stellen und der Handwerkskammer so rechtzeitig ausgetauscht werden, dass Handwerksbetriebe ihre Kunden- und Lieferverkehre sowie die Mitarbeitermobilität vier Wochen vor Baustelleneinrichtung koordinieren können.

Verkehrsinformation beschleunigen

Die Freie und Hansestadt darf ihre Anstrengungen nicht nur auf die Koordination von Baustellen konzentrieren, sondern muss auch auf Grundlage einer digitalen gesamtstädtischen Sicht darauf hinwirken, dass aktuelle Verkehrs- und Baustellenlagen in digitale Lösungen etablierter Anbieter von Navigationstechnologien einfließen.

Peter Henning, Bezirkshandwerksmeister in Harburg: „Wir erwarten, dass die Politik dieses Baustellenchaos zügig beseitigt. Wir fordern eine bessere Baustellen-Kommunikation. Und wir erinnern daran: Die Handwerkskammer steht als Ansprechpartner und Schnittstelle zu Ihren Mitgliedsbetrieben jederzeit als Partner in der Kommunikation zur Verfügung.“

(*) Baustellen Winsener- und Stader Straße plus Rückstaus der Baustellen Neuländer Straße und an den Elbbrücken. Ausweichstrecken sind überlastet. Die Kornweide, designierte Ausweichstrecke für die gesperrte Zufahrt von der Neuen Wilhelmsburger Reichstraße zur A255 sowie für die gesperrte Anschlussstelle Neuland der B 74, ist völlig überlastet und produziert ihrerseits Rückstaus.

 

Handwerkskammer Hamburg

Holstenwall 12, 20355 Hamburg