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Meinung aktuell - aus Kammern und Innungen

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12.02.2021 - „Öffnung der Friseure richtiger und wichtiger Schritt“ - Die gestrige Ankündigung von Ministerpräsident Bouffier, zum 1. März 2021 die Friseurbetriebe wieder zu öffnen, bezeichnete Stefan Füll, Präsident des Hessischen Handwerkstages (HHT), als richtigen und wichtigen Schritt. „Diese Entscheidung gibt einer bedeutenden Handwerksbranche wieder eine Zukunftsperspektive und verhindert einen massiven Verlust von Arbeitsplätzen. Denn die Rücklagen der meist kleinen Betriebe sind vielfach aufgebraucht und die staatlichen Hilfen sind ‑ wenn sie überhaupt in Anspruch genommen werden können - mehrheitlich noch immer nicht ausgezahlt.“ Handwerkspräsident Füll hob hervor, dass die guten Argumente des Friseurhandwerks, Erfolg gehabt haben: „Wir hatten auch von Seiten der hessischen Handwerkskammern schon eine Öffnung Mitte Februar gefordert, der 1. März gibt der Branche aber jetzt eine Perspektive. Die Friseursalons können ihre Dienstleistungen professionell unter Einhaltung hervorragender Hygienekonzepte erbringen, sie haben gut geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und können eine lückenlose Kontaktverfolgung gewährleisten.“


Vor der morgigen Runde zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Länder fordert die Handwerkskammer Halle erneut, Friseuren, Kosmetikern und Fußpflegern eine rasche Öffnungsperspektive zu geben. Dazu sagt Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle: „Die Arbeitschutzstandards sind in diesen Gewerken hoch und sie werden eingehalten. Es gab vor dem zweiten Lockdown keinen Hotspot in einem Friseur- und Kosmetiksalon. Daher brauchen wir eine Öffnung lieber heute als morgen.“ Zugleich appelliert der Handwerkskammer-Präsident an die Bevölkerung: „Man sollte sich nicht scheuen, Friseure, Kosmetiker und Fußpfleger aufzusuchen, sobald es wieder möglich ist.


Die im Dezember behördlich verordnete, erneute Schließung der Betriebsstätten des Friseur- und Kosmetikerhandwerks bringt die Unternehmen an den Rand des Zusammenbruchs. Die mehr als 1.500 Handwerksbetriebe im südlichen Sachsen-Anhalt fordern ein klares Signal der Landesregierung, welche Perspektiven für sie bestehen.  „Die Betriebsinhaber sind größtenteils am Ende“, beschreibt Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle die Situation. Der nunmehr zweite komplette Lockdown dieser Gewerke habe Reserven aufgebraucht. Die angebotenen Hilfen greifen kaum, weil der Unternehmerlohn und daraus zu leistende persönliche Ausgaben, wie zum Beispiel Krankenversicherung und Altersvorsorge, nicht ausreichend berücksichtigt sind. „Es droht ein Unternehmenssterben in diesen Handwerken“, warnt Keindorf.


Dr. Michael Hoffschroer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Cloppenburg und der angeschlossenen Innungen: „Für das Cloppenburger Handwerk bedeutet dieser Stufenplan etwas mehr Planungssicherheit. Mit Blick auf die andauernd hohen Inzidenzwerte in der Region ist aber auch davon auszugehen, dass die erheblichen Einschränkungen uns noch eine ganze Weile begleiten werden. Dramatische Auswirkungen auf die Handwerksunternehmen im Bereich der körpernahen Dienstleistungen sind sehr wahrscheinlich. Hier appellieren wir an Alle, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass die Inzidenzwerte in der Region zurückgehen und so auch Friseure, Kosmetiker u. a. wieder arbeiten und Geld verdienen können.


Radio Ostfriesland im Interview mit Schornsteinfeger Reno Janssen (Aurich) am Sonntag, 24. Januar. - Das Fegen der Schornsteine gehört auch heute noch zu den klassischen Aufgaben dieses Traditionshandwerkes. - Schornsteinfeger und Schornsteinfegerinnen sind bekanntlich Glücksbringer. Wenn sie in ihrem schwarzen Kehranzug – die traditionelle Bekleidung eines Schornsteinfegers – unterwegs sind, werden sie oft von Kunden oder Passanten angesprochen und gefragt, „ob sie einmal anfassen dürfen“. Egal ob beim Kehren der Schornsteine oder dem Überprüfen von Rauchmeldern, die Vertreter der schwarzen Zunft leben das Image ihres Handwerks und gehen ihrem Beruf mit voller Leidenschaft nach.

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