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Meister stehen Mastern in nichts nach. Landtagsabgeordneter Jörg Bode (FDP) tauscht sich mit Handwerkskammer aus. - Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP im Landtag Jörg Bode war bereits in der Vergangenheit stets gern gesehener Gast in Ostfriesland. Bei seiner diesjährigen Sommertour hat er sich bei der Handwerkskammer für Ostfriesland über die aktuelle Situation des regionalen Handwerks informiert und besuchte die Schweißwerkstatt des Berufsbildungszentrums.

Der ehemalige Wirtschaftsminister und die Kammerspitze waren sich bei ihrem informellen Treffen besonders in einem Punkt einig. „Der Meister ist genauso viel Wert wie der Master“, sagte Jörg Bode. Es sei an der Zeit, dass angehende Meister in Deutschland ebenso wenig für ihre Ausbildung zahlten wie Studenten für ihr Studium. Die Kosten für eine Meisterausbildung unterscheiden sich je nach Gewerk. Während bei Friseuren beispielsweise nur rund 5.000 Euro an Kursgebühren entstehen, sind es bei den Elektrotechnikern rund 6.000 Euro. Kosten für Fahrten und Unterkunft sowie Prüfungsgebühren sind hierbei nicht mit eingerechnet. Es bleibt oft kaum eine andere Wahl, als die Meisterausbildung nebenberuflich in Abendkursen zu machen. „Die Meisterausbildung ist immer auch eine hohe Belastung für die Handwerker und ihre Familien“, erklärte Albert Lienemann, Präsident der Handwerkskammer für Ostfriesland.

 

Von der finanziellen Gleichbehandlung der Ausbildung von Meister und Master erhoffen sich die Vertreter der Handwerkskammer und der liberale Politiker, dass der Wert des Handwerks deutlicher herausgestellt wird. „Es ist an der Zeit, die Gleichwertigkeit der beruflichen und der akademischen Aus- und Fortbildung herzustellen“, sagte Jörg Bode. Der Meister ist letztendlich auch ein Titel, auf den sich Kunden und Arbeitgeber verlassen können. „Unsere Meister sind gesuchte Leute. Bei ihnen weiß man, dass sie belastbar sind und beenden, was sie angefangen haben“, sagte Peter-Ulrich Kromminga, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Ostfriesland.

 

Im Anschluss an den Meinungsaustausch machte sich Jörg Bode in der Schweißwerkstatt ein Bild von den Ausbildungsmöglichkeiten in der Handwerkskammer für Ostfriesland. Die besuchte Werkstatt ist die einzige Kursstätte des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. (DVS) in Ostfriesland. Hans-Joachim Bornhuse, Ausbilder in der Schweißwerkstatt, zeigte stolz die Schweißkabinen, die dank innovativer Schallschutzkassetten nur wenig Lärmbelästigung verursachen. In der Werkstatt sind im vergangenen Jahr über 10.000 Unterrichtsstunden absolviert worden. Es gab 40 Kurse für Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen und rund 300 Schweiß-Prüfungen nach ISO-Norm 9606.

 

Bild: Hans-Joachim Bornhuse (2. von rechts) öffnet seine Werkstatttüren für (von links) Peter-Ulrich Kromminga, Jörg Bode und Albert Lienemann.  Foto: HWK

 

Handwerkskammer für Ostfriesland
Straße des Handwerks 2
26603 Aurich

Internet: http://www.hwk-aurich.de

 
 

 

 

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