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Arbeit, Ausbildung, Tarife

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27.11.2020 - Demnächst neue Ausbildungsordnungen in den E-Handwerken -   jetzt Nachwuchssuche starten! Ab 2021 wird nach neuen Ausbildungsordnungen und in fünf elektrohandwerklichen Berufen ausgebildet. Erstmals wird dann auch ein neuer Ausbildungsberuf angeboten: der/die Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration. Als Vernetzungsexperte soll er/sie insbesondere im Smart-Home-Bereich zum Einsatz kommen. Damit Ausbildungsbetriebe frühzeitig mit der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs beginnen können, gilt: Jetzt über die fünf Ausbildungsberufe informieren! Zwar ist das Ausbildungsjahr 2020 erst vor Kurzem angelaufen. Doch die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs braucht erfahrungsgemäß Zeit. Das gilt aktuell umso mehr, weil Ausbildungsmessen und Informationsveranstaltungen für Schulabgänger sowie viele andere Möglichkeiten, mit potentiellen Interessenten ins Gespräch zu kommen, Corona-bedingt wegfallen. Sich möglichst frühzeitig mit dem nächsten Jahr zu befassen, ist aber noch aus einem anderen Grund ratsam. Denn 2021 wird sich in der elektrohandwerklichen Ausbildung einiges ändern. Grund ist, dass dann die vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) angestoßene Neuordnung der Ausbildungsberufe greift. Und das heißt: Aus sieben elektrohandwerklichen Ausbildungsberufen werden fünf, darunter ein ganz neuer – der/die Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration, ein Spezialist für den Bereich Smart Home, Smart Building und Vernetzung der Gebäudetechnik.

 

Viele Ausbildungsstellen konnten nicht besetzt werden -  Die Coronakrise hat tiefe Spuren auf dem saarländischen Ausbildungsmarkt hinterlassen. Zuletzt hat sich die Lage aber deutlich verbessert. Insgesamt haben die IHK-zugehörigen Unternehmen in diesem Jahr 3.521 Ausbildungsverträge neu eingetragen, das sind 670 Verträge oder 15,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Zur Jahresmitte betrug das Minus noch rund 30 Prozent. Der Rückgang an Ausbildungsverträgen ist weniger auf ein geringeres Lehrstellenangebot als auf eine merklich geringere Zahl an interessierten Bewerbern zurückzuführen: „Viele Jugendliche haben sich angesichts der Unsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in bestimmten Branchen statt für eine duale Ausbildung für eine verlängerte schulische Bildung entschieden. Besonders stark ausgewirkt hat sich das in der Hotellerie und Gastronomie sowie im Kultur- und Veranstaltungsbereich, die deutlich weniger Bewerber als im vergangenen Jahr verzeichnen. Eine Rolle hat dabei auch gespielt, dass wir mit unseren Ausbildungsberatern im Frühjahr wegen der Schulschließungen keine Berufsorientierung anbieten konnten“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen.


BIBB-Analyse zum Umfang betrieblicher Freistellung für Prüfungstätigkeiten - Erstmals hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf Basis einer repräsentativen Befragung den Aufwand der Betriebe für die Freistellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Prüfungstätigkeiten ermittelt. Demnach summieren sich die Freistellungen im Ausbildungsjahr 2017/2018 auf rund 3,4 Millionen Stunden. Die hierfür anfallenden Investitionen für die Gesamtwirtschaft belaufen sich hochgerechnet auf rund 80 Millionen Euro. In seiner aktuellen Erhebung zu Kosten und Nutzen der betrieblichen Ausbildung (www.bibb.de/de/11060.php) hatte das BIBB erstmalig auch zwei Fragen zur Freistellung von Beschäftigten für Prüfungstätigkeiten gestellt. Befragt wurden Personal- und Ausbildungsverantwortliche in mehr als 3.000 Betrieben. Kleinbetriebe engagieren sich bei der Freistellung für Prüfungstätigkeiten mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil. Das trifft insbesondere auf das Handwerk zu, das von kleinst- und kleinbetrieblichen Strukturen geprägt ist.

 


Ab 1. Januar 2021 gibt es ein aktualisiertes Kompetenzprofil und überarbeitete Prüfungsanforderung für angehende Meisterinnen und Meister im Gebäudereiniger-Handwerk. Die neue Meisterprüfungsverordnung wurde jetzt im Bundesanzeiger veröffentlicht: www.bgbl.de Sie trägt dem ganzheitlichen handlungs- und arbeitsprozessorientierten Ansatz Rechnung und berücksichtigt dabei deutlich verstärkt die Themengebiete Digitalisierung und Nachhaltigkeit. 2019 war bereits die überarbeitete Gesellenprüfungsverordnung in Kraft getreten. Reinigungs-Spezialisten sind sie sowieso, doch mittlerweile müssen Meisterinnen und Meister mehr und mehr Managementaufgaben übernehmen, gesetzliche Vorgaben erfüllen und vielfältige Themenfelder abdecken. Dem trägt die überarbeitete Verordnung Rechnung.


„Ausbildung bleibt auch in der Pandemie ganz oben auf der Agenda“ - ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer äußert sich gegenüber Andreas Hoenig von der Deutschen Presse-Agentur zur aktuellen Lage auf dem Ausbildungsmarkt im Handwerk in Zeiten von Corona. „Wenn jetzt alle Akteure in der beruflichen Bildung noch einen echten Endspurt hinlegen, kann es gelingen, dass 2020 kein verlorener Corona-Ausbildungsjahrgang wird. Dank der beispiellosen Aufholjagd der vergangenen Monate haben wir es bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen geschafft, die im Frühsommer noch gewaltige Lücke im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu verkleinern. Von Januar bis Mai 2020 hatten wir im Handwerk einen Rückgang der neuen Ausbildungsverträge um 18 Prozent. Ende Oktober lag das Minus bei „nur“ noch 7,3 Prozent.

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