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Schlaglicht

Lesen Sie hier Kommentare und Meinungen zu aktuellen Themen des Tages aus Handwerk, Wirtschaft, Politik, Sport und Gesellschaft.


3. August 2021 - Unkomplizierte Angebote auch für Auszubildende wichtig HWK-Präsident Berthold Schröder appelliert an Impfbereitschaft Kammerbezirk. Fast die Hälfte der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen ist mittlerweile vollständig geimpft, doch das Tempo hat spürbar nachgelassen. Und das, obwohl die Inzidenzzahlen wieder steigen. An genügend Impfstoff mangelt es nicht. An Möglichkeiten, in Arztpraxen oder Zentren geimpft zu werden, auch nicht. Vor diesem Hintergrund appelliert Präsident Berthold Schröder von der Handwerkskammer (HWK) Dortmund an die Impfbereitschaft der Beschäftigten im Handwerk: „Wir werden die Pandemie nur in den Griff bekommen, wenn sich möglichst viele impfen lassen. Hygienekonzepte und Tests sind wichtig, aber wirksam eindämmen lässt sich Corona nur durch eine ausreichend hohe Immunisierung der Bevölkerung.“


Verband fordert Akzente von der nächsten Bundesregierung: Rohstoffe sorgsamer nutzen, Kreislaufwirtschaft bei möglichst allen Materialströmen.  Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V hat anlässlich des morgigen Welterschöpfungstages (Earth Overshoot Day) vor einer weltweit fortschreitenden Ausbeutung natürlicher Ressourcen gewarnt und sich für eine Offensive der Kreislaufwirtschaft zur Ressourcenschonung stark gemacht. BDE-Präsident Peter Kurth plädierte für mehr Engagement der Politik in dieser Frage. „Nachdem im vergangenen Jahr der Welterschöpfungstag coronabedingt leicht nach hinten gerutscht war, sind wir in diesem Jahr mit dem 29. Juli erneut zu einem sehr frühen Zeitpunkt am Limit unseres für dieses Jahr berechneten Ressourcenkontingents. Ab dem morgigen Tag leben wir über unsere Verhältnisse und auf Kosten der kommenden Generationen. Dieser Schlussverkauf der Erde muss so schnell wie möglich ein Ende haben. Wir müssen die natürlichen Ressourcen der Erde sorgsamer nutzen und stärker auf Circular Economy setzen. Alle Akteure müssen ihren Beitrag zu leisten, um die Materialkreisläufe bei möglichst allen Stoffströmen zu schließen. Dazu braucht es Ideen, Innovationskraft und geeignete politische Rahmenbedingungen. Der Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft der EU geht dabei in die richtige Richtung, aber auch die deutsche Politik ist gefordert“, sagte Kurth am Mittwoch in Berlin.


Tiefe Anteilnahme des deutschen Handwerks - Im Namen aller Betriebe und Beschäftigten des deutschen Handwerks sprechen ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer und Generalsekretär Holger Schwannecke allen Betroffenen ihre tiefe Anteilnahme aus und sichern engagierte tatkräftige Unterstützung zu. Die Betriebsberatungsstellen der Handwerksorganisationen in den betroffenen Regionen stehen den Betrieben für Informationen und die Beantwortung von dringenden Fragen zur Verfügung. Zur Stunde steht der ZDH zudem im engen Kontakt mit folgenden Institutionen, um zügig passfähige Hilfsinstrumente für die spezifischen Belange betroffener Handwerksbetriebe auf den Weg zu bringen:

  • Beratungsstellen der Handwerkskammern, um einen ersten Überblick über die Betroffenheit des Handwerks zu erhalten und ein Kontaktnetzwerk aufzubauen, 

  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) wegen etwaiger Zuschuss- und Hilfsprogramme, 

  • Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wegen etwaiger Kreditsonderprogramme, 

  • Bundesagentur für Arbeit (BA) wegen möglicher Nutzung von Kurzarbeitergeld in dieser Sondersituation, 

  • GKV-Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen wegen möglicher Stundung der Sozialversicherungsbeiträge ohne Säumniszuschläge, Mahngebühren und Sicherheitsleistungen, 

  • weitere Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft zur bereichsübergreifenden Abstimmung der Hilfsmaßnahmen. 

ZDH - Zentralverband des Deutschen Handwerks


Um die Rahmenbedingungen für Ladenhandwerke in Innenstädten zu verbessern und Handwerksbranchen verstärkt in inneren Stadtbereichen anzusiedeln, hat sich der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in die neue Innenstadtstrategie des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) eingebracht. Diese Strategie stellt Staatssekretärin Anne Katrin Bohle im Rahmen der Ausstellungseröffnung „50 Jahre Städtebauförderung“ in Kaiserslautern vor, gemeinsam mit Vertretern des Einzelhandels, des Handwerks, der Immobilienwirtschaft und der Kommunalverbände am 22. Juli 2021. Dazu erklärt ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer: „Die Pandemie hat gezeigt: Nutzungsgemischte Städte mit vielfältigen Angeboten und innovativen Unternehmen vor Ort kommen besser durch die Krise. Für Handwerks- und Gewerbebetriebe in Innenstadtlagen wurde es in den letzten Jahren allerdings immer schwieriger, sich dort zu behaupten. Sie müssen zunehmend auf Randlagen ausweichen. Die Innenstadtstrategie des BMI will diesen Trend zurecht umkehren. Hier finden sich Empfehlungen, wie etwa bestehende Leerstandsflächen umgenutzt und dort wieder verstärkt Handwerks- und weitere Gewerbebetriebe sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen angesiedelt werden können.

 

14.07.2021 - EU-Kommission legt „Fit für 55-Paket“ vor. - Im Rahmen des Green Deal hat die EU-Kommission am 14. Juli ihr „Fit für 55-Paket“ vorgelegt. Es soll dazu beitragen, dass in den Ländern der Europäischen Union bis zum Jahr 2030 mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgase emittiert werden als 1990. Das Paket umfasst zwölf klima- und energiepolitische Vorhaben, darunter die Überarbeitung der Richtlinien zur Energieeffizienz und zu erneuerbaren Energien sowie die Ausweitung des Emissionshandels auf den Mobilitäts- und Gebäudesektor. Dazu erklärt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke: „Für das Handwerk als Gestalter der Nachhaltigkeitswende ist das „Fit für 55-Paket“ von großer Bedeutung. Gleichzeitig kommen in der jetzigen Ausgestaltung zusätzliche Herausforderungen und Kosten auf viele Handwerksbetriebe zu. Damit Handwerksbetriebe die energetische Sanierung des Gebäudebestandes und damit auch die Energiewende vorantreiben können, brauchen sie angemessene Rahmenbedingungen. Das bedeutet insbesondere: marktbasierte Instrumente, Abbau bürokratischer Lasten, Planungssicherheit und die Wahrung der Balance des energiepolitischen Dreiecks aus Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Ökologie.